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Die Geschichte der Reeperbahn
Reeperbahn um 1900Die Reeperbahn erhielt ihren Namen von Taumachern und Seilern, den so genannten Reepschlägern, die für die Herstellung von Schiffstauen eine lange, gerade Bahn benötigen. Dementsprechend gibt es auch in anderen Städten Straßen dieses Namens, beispielsweise in Kiel, Stade oder Buxtehude.

Der Begriff Reiferbahn ist Hochdeutsch für Reeperbahn, bedeutet also dasselbe, während auf einer Seilerbahn geringwertigere Seile produziert wurden. Daher ist eine Seilerbahn auch nicht länger als etwa 50 m, während eine Reeperbahn mindestens über 300 m Länge verfügt. Die letzte echte auf Hamburger Gebiet verbliebene Reeperbahn ist heute in Hamburg-Hausbruch auf der südlichen Elbseite zu finden.

Die Reeperbahn lag bis zur Aufhebung der Hamburger Torsperre 1860/1861 und der sukzessiven Ausdehnung Hamburgs in der Vorstadt Hamburger Berg (alte Bezeichnung St. Paulis), genau zwischen den beiden Städten Hamburg mit der Stadtgrenze Millerntor und Altona mit der Stadtgrenze Nobistor auf Höhe der Einmündung der Großen Freiheit. Menschen und Gewerbe, die in beiden Städten unerwünscht waren, konnten sich so in unmittelbarer Nähe ansiedeln und waren dennoch in das Stadtleben eingebunden. Ein kleiner historischer Fehler ist der, dass die Hamburger Reeperbahn angeblich nicht die eigentliche Bahn der Reeper war, sondern die im Vergleich zur Reeperbahn schnurgerade verlaufende parallele Simon-von-Utrecht-Straße. Zwischen diesen beiden liegt noch heute die Seilerstraße; deren Name ist Programm.

Der Begriff »Reeperbahn« steht also – neben Produktionsstätte für Tauwerk und Straße in Hamburg – heute als Synonym für: „Die sündige Meile“ bzw. ihr näheres Umfeld, meist aber einfach nur liebevoll „der Kiez“ genannt. Beim „Bummel über die Reeperbahn“ beschränkt man sich üblicherweise nicht auf die Straße Reeperbahn allein.

In den letzten Jahren hat die Gewalt unter Jugendlichen und Jungerwachsenen an Wochenenden stark zugenommen, so dass 2008 ein Waffenverbot erlassen wurde und die ansässigen Geschäfte aufgefordert wurden, keine Glasflaschen mehr zu verkaufen. Heute ist das Mitführen von Glasflaschen und Gläsern zu bestimmten Zeiten vollständig verboten und kann mit bis zu 5000 € bestraft werden. Das Verbot gilt nicht nur auf der Reeperbahn, sondern auch in vielen Seitenstraßen auf dem Kiez. Gelbe Hinweisschilder grenzen das Gebiet ein. Das Verbot gilt Freitags und vor Feiertagen ab 22 Uhr und erstreckt sich bis 6 Uhr morgens des Folgetages.

 

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Reeperbahn aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
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