Zu
den Sehenswürdigkeiten an der Reeperbahn gehören die vielen Nachtclubs,
Bars und Diskotheken. Das bekannte Café Keese, in dem auch der Quatsch
Comedy Club zu Hause ist und die unterschiedlichsten Lokalitäten die
sich in den Seitenstraßen, wie der vom Beatles-Platz (mit der
nahliegenden Beatlemania-Ausstellung) abzweigenden Großen Freiheit oder
dem Hans-Albers-Platz fortsetzen. Der Parallel zur Reeperbahn
verlaufende Spielbudenplatz mit der bekanntesten deutschen
Polizeiwache, der Davidwache, dem Wachsfigurenkabinett Panoptikum, dem
St.-Pauli-Theater, Schmidt Theater und Schmidts Tivoli sowie dem
Operettenhaus.
Parallel zur Reeperbahn verläuft
etwas versteckt
im Süden die bekannte Herbertstraße, eine für Frauen und Jugendliche
gesperrte Bordellstraße, die nur zu Fuß und durch zwei Sichtblenden
hindurch betreten werden kann.
Schon seit den 1960er
Jahren wird
über eine Umgestaltung des zentralen Spielbudenplatzes diskutiert, um
diesen Platz auf dem Kiez wiederzubeleben. Zunächst wurden Ende der
1960er Jahre ein- bis zweigeschossige Pavillons errichtet, wie sie auch
in Einkaufszentren dieser Zeit üblich waren. Es siedelten sich zunächst
verschiedene (Fastfood-)Gaststätten, Freizeitclubs (mit Billard,
Tischfußball und ähnlichem) sowie kleinere Läden für Bekleidung,
Andenken, Postershops etc. an. Jedoch entstanden durch die stark
unübersichtlich verwinkelte, enge Passage große Hygiene- und
Sicherheitsprobleme, wodurch viele Geschäfte, besonders im mittleren
Bereich schnell wieder geschlossen wurden und nicht wieder vermietet
werden konnten. Dadurch entwickelte sich der Spielbudenplatz zunehmend
zu einem peinlichen Schandfleck. Ende der achtziger Jahre wurden die
dortigen Pavillons abgerissen, und die rund 300 m lange Fläche blieb
oftmals ungenutzt. Nach kontrovers diskutierten Vorschlägen (u. a. eine
Installation mit zwei Kränen von Jeff Koons), wurde im Dezember 2004
ein Plan mit zwei einander gegenüber liegenden beweglichen Bühnen, auf
denen regelmäßig Veranstaltungen stattfinden sollen, durch die Stadt
Hamburg beschlossen und umgesetzt. Am 2. Juni 2006 wurde der 9,7 Mio €
teure Umbau von Spielbudenplatz und Reeperbahn offiziell eingeweiht. Da
diese Bühnen selten bespielt werden, macht der Platz nach wie vor
oftmals einen ungenutzten Eindruck.
Im Operettenhaus
wurde bis
2001 das Musical „Cats“ von Andrew Lloyd Webber deutsch uraufgeführt,
sowie von 2002 bis 2007 (in deutscher Uraufführung) „Mamma Mia!“, das
ABBA-Musical. Im Dezember 2007 feiert dort das Udo Jürgens-Musical „Ich
war noch niemals in New York“ Weltpremiere. Dieses wird im Herbst 2010
durch das Musical „Sister Act“ abgelöst.
Den Beatles
gelang nahe
der Reeperbahn ein großer Schritt auf dem Wege zu ihrer Weltkarriere,
wo sie unter anderem im „Star-Club“, „Kaiserkeller“, „Top Ten“ und im
„Indra“ auftraten. Der Beatles-Platz erinnert an diese Ereignisse.
Berühmtheit erlangte die Reeperbahn mit dem Film: „Große Freiheit Nr.
7“ (UFA 1943) mit Hans Albers und dem von ihm darin gesungenen Lied:
„Auf der Reeperbahn nachts um halb Eins“. Ein Denkmal auf dem direkt an
die Reeperbahn angrenzenden Hans-Albers-Platz stellt ihn wie im Film
mit Schifferklavier und Schiffermütze dar. Udo Lindenberg hat als
einziger Künstler einen Stern auf der Reeperbahn, der den Sternen auf
dem Hollywood Walk of Fame nachempfunden ist. Auch er hat mit
„Reeperbahn“ die „geile Meile“ besungen, genauso wie Tom Waits mit
seinem gleichnamigen Song „Reeperbahn“.
Vom 21. bis
23.
September 2006 fand auf der Reeperbahn erstmals das Reeperbahn-Festival
statt. Eine weitere jährliche Großveranstaltung ist der Schlagermove
Anfang Juli.
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